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Zylinderkopfdichtung Wechsel erfolglos D7F (TTT-Technik, Tipps und Tricks)

Nosedive, (vor 3 Tagen)

Hallo Gemeinde. Versuche seit halbem Jahr durch HU zu kommen, doch es kommt immer Dicker. Bj.2003, 58 PS 1.2.
Öl tropfte von mittlerem unteren Krümmerbolzen (Bohrung in den Block nicht offen). Hinter der mittleren Zylinderkopfschraube (also zur Blockmitte hin) befindet sich in geringem Abstand wohl eine Ölbohrung. Weder auf Dichtung oder Flächen waren aber Spuren erkennbar. Muß vielleicht nicht, wenn nur nach aussen ölt, und keine Verbrennungsrückstände und Rauchgase austreten.
Ich habe ihn dann nach ZKD-Wechsel geschätzt 15 Min. im Leerlauf laufen lassen. Ich hörte bereits Engelschöre aus dem Motorraum jubilieren und wollte gläubig werden, doch dann habe ich ihn Minute auf 2000 Touren laufen lassen, dann kurz auf 3000. Die Temperatur stiegt sofort, Öl gelangte ins Kühlwasser, schwere Schläge drohten den Kühler zu sprengen, signalisierten Druck im System, Temperaturanzeige sprang hoch und runter.
Nach Aussen dringt nun kein Öl mehr. Habe noch nicht wieder zerlegt und auch noch keine Kompression geprüft, benötige erst mal zweite Person. Die Flächen habe ich nur mit Verdünnung gereinigt und versucht mit Plastikschaber zu bearbeiten, doch da waren nur Verfärbungen. Kontrolle ob plan nur mit dem üblichen Mittel des Hobbyschraubers, einem zuverlässigen neuen Anreiß-Flachstahl. Ist auch nie heiß geworden.
Bis auf den leicht ölenden Simmerring getriebeseits habe ich an dem Motor alles erneuert, und möchte ihn ungerne trotz der Laufleistung von 230.000km austauschen gegen Unbekannt. Und finanzielle Mittel habe ich auch vollkommen erschöpft.
Jetzt lese ich, dass es verschieden dicke Kopfdichtungen geben soll. Und er möglicherweise nasse Laufbuchsen haben kann, die Probleme bereiten können.
Was wäre, wenn die Dichtung zu dünn? Könnte dann Öl in alle Richtungen schwitzen? Der Block ist unter der Dichtung insgesamt ganz leicht schwitzig, obwohl ich den vor Reparatur mit Bremsenreiniger bearbeitet hatte. Gehe mal davon aus dass während ZKD-Tausch entstanden ist, aber vielleicht tut der auch auf nun auf breitem Band schwitzen?

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Zylinderkopfdichtung Wechsel erfolglos D7F

Superaxel, Das Herz Westfalens, (vor 3 Tagen) @ Nosedive

Nasse Laufbuchsen hatte meines Wissens nur der 1,4l E7J mit 75PS, der mieseste aller Kangoomotoren.

Ich tippe auf einen krummen Kopf und/oder Motor. Wenn es geht lass das checken und planen. Bei einigen Motoren gibt es als Ersatzteile unterschiedlich dicke ZKD. Wichtig ist, dass beim Zusammenbau alle, wirklich ALLE Reihenfolgen, Drehmomente, Wartezeiten und Nachspannwinkel/Drehmomente penibel eingehalten werden. Wirklich ALLE. Sonst verspannt sich der Bumms und Du kannst wie bei Dir von vorn beginnen.

Besser ist es immer den bekannten Motor zu retten als sich ne frische Wundertüte einzubauen, ohne Frage. Über Dein Budget zu streiten ist müßig. Aber Facharbeit kostet eben Geld.

Axel

Zylinderkopfdichtung Wechsel erfolglos D7F

Nosedive, (vor 3 Tagen) @ Superaxel

Danke dir, Axel. Was mir noch eingefallen ist:
1. Die roten dünnen Dichtstreifen auf der Kopfdichtung (Ajusa) begannen sich schon leicht runterzureiben an 2-3 Stellen; wahrscheinlich durch Hin-und Herrutschen beim Transport, denn die Dichtung sitzt nicht fest in der Packung, wie sie eigentlich sollte. Kann ich nicht nachvollziehen, wie Die Kopfdichtungen verpacken. Hatte schon mal eine Geknickte vor mir, nur so am Rande. Und dann am Besten mit GLS oder DPD versenden, wo die Fahrer Nachts die Pakete als Matratze benutzen, LOL.
Trotzdem fällt es mir schwer zu glauben dass deswegen ein Motor nun so undicht sein soll, mit so viel Druck im Kühlsystem. Und wenn es so sehr auf den Hauch von Nichts da auf der Dichtung ankäme, dann würde man doch bestimmt dafür sorgen, dass da nix abreiben kann …
2. Eben im Werkstatthandbuch festgestellt, dass bei der Darstellung der Anzugsreihenfolge der Kopf abgebildet zu sein scheint von der Fahrerseite aus (abgebildet Stirnrad rechts, oder kann das das Schwungrad sein?), und nicht von der Seite aus wo normalerweise der Mechaniker stehen würde, wenn Renault nicht aus unerfindlichen Gründen dort einen riesigen Blechdeckel angebracht hätte. Wenn die ursprüngliche Zeichnung die ich aus dem Web hatte nicht andersrum war, dann habe ich also beim Anziehen von der falschen Seite begonnen. Es bliebe aber im Grunde genommen das gleiche Schema – Drehmomente und Winkel stimmen, und die Schritte von der Mitte heraus in spiralförmiger Reihenfolge.

Im Werkstatthandbuch finde ich nichts über verschiedene Dichtungsstärken.

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Zylinderkopfdichtung Wechsel erfolglos D7F

Superaxel, Das Herz Westfalens, (vor 3 Tagen) @ Nosedive

Kommt drauf an, wieviel Arbeit Dir Dein Geld wert ist: neue Dichtung und Schrauben von einem anderen Hersteller bestellen und evtl. mit ganz dünn Dichtmasse aufgetragen montieren? Ich hab das so beim Aufbau meines Granada Motors gelernt. Darauf achten, dass die Dichtstreifen intakt sind und nochmal nach dem anderen Schema einsetzen.

Oder auf gut Glück alle Kopfschrauben ein paar NM nachspannen? Jetzt wo der Motor einmal warm war könnte das helfen. Wahrscheinlich würde ich DAS als erstes versuchen, weil am billigsten. Wenn das nichts bringt: alles von vorn und über das Planen nachdenken.

Axel

Zylinderkopfdichtung Wechsel erfolglos D7F

Nosedive, (vor 1 Tag, 16 Stunden, 33 Min.) @ Superaxel

Ich bin ja grundsätzlich und notgedrungen experimentierfreudig, aber das ist mir zu ungewiss und unsicher.
Zwischenzeitlich habe ich in anderem runtergeladenen Handbuch entdeckt, dass es doch drei verschiedene Dichtungen gibt.
„Liegt das maximale Überstehmaß der Kolben:
- unter 0,868 mm; eine mit einer Lasche mit zwei
Bohrungen markierte Dichtung verwenden
- zwischen 0,868 mm und 1mm: eine mit einer
Lasche mit einer Bohrung markierte Dichtung
verwenden,
- über 1 mm: eine mit einer Lasche mit drei
Bohrungen markierte Dichtung verwenden.“

Nur kann ich mir nicht vorstellen, wie falsche Dichtung (falls die sich nur in der Dicke unterscheiden, aber da scheint es doch nur drum zu gehen) zu solchem Leck führt. Denn wirklich überstehen tun die Kolben doch gar nicht über den Block (dann müßten sie ja gegen den Kopf schlagen bei falscher Dichtungsstärke, um überhaupt sofort einen Schaden hervorrufen zu können), dann bräuchte es ja auch eine Messbrücke mit der Renault Messuhr Mot.251-01, und nicht die Auflagefläche 252-01.
Verändern tut sich doch nur die Kompression durch die Wahl anderer Dichtung, oder nicht.
Hätte gerne Kompression geprüft bevor ich Kopf wieder runterhole, müßte aber erst Verlängerung für meinen Prüfer für die tiefsitzenden Kerzenschächte für 25 Euro kaufen.

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Zylinderkopfdichtung Wechsel erfolglos D7F

Superaxel, Das Herz Westfalens, (vor 1 Tag, 15 Stunden, 42 Min.) @ Nosedive

Eine Kompressionsprüfung ist sinnvoll, dann weisst Du an welchem Zylinder Du nachsehen musst WAS der Schaden war. Vielleicht es am Ende ganz profan und ein simpler Montagefehler? Wer weiss!

Ich würde dennoch das Nachspannen überdenken weil einfach, schnell und ohne großes Risiko. Danach kannste immer noch zerlegen und eine frische Dichtung einbauen.

Axel

Zylinderkopfdichtung Wechsel erfolglos D7F

Nosedive, (vor 1 Tag, 15 Stunden, 0 Min.) @ Superaxel

Ja, das habe ich mir dann auch gedacht; habe schon kommen gesehen dass ich wieder keine Spuren finde, und nicht mal zuordnen kann, und anderen Kompressionstester geordert. Dann kann ich es auch mal mit Nachziehen probieren.

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Zylinderkopfdichtung Wechsel erfolglos D7F

Superaxel, Das Herz Westfalens, (vor 1 Tag, 14 Stunden, 42 Min.) @ Nosedive

Nachziehen rundum. Nicht nur punktuell. Nach vorgegebenem Muster und wenige Grad oder NM nur. Sonst bekommst Du wieder ungeplante Verspannungen in den Kopf.

Axel

Zylinderkopfdichtung Wechsel erfolglos D7F

Nosedive, (vor 1 Tag, 7 Stunden, 44 Min.) @ Superaxel

Wollte nicht warten auf längeren Tester, habe Ansaugtrakt entfernt und Kompressionstesterschlauch mit Müh’ und Spitzzange reingedreht. Druck ist mit 12,8 bis 13,3 bar recht hoch bei einem kleinen Motor mit 230.000km Laufleistung. Könnte deuten auf falsche, zu dünne Dichtung, habe aber im Angebot für die Dichtung geschaut, sie sollte 2 „Bohrungen“, bzw. Nuten oder Einschnitte haben, wie auch die Alte.
Was allerdings anders ist, haha! sind die Beschreibungen für die Schritte beim Anziehen.
Im Werkstatthandbuch steht
„Alle Schrauben mit 2 daNm und dann einem Winkel von 90° in unten angegebener Reihenfolge
anziehen.
3 Minuten lang warten (Stabilisierungszeit)
Anziehen:
- Die Zylinderkopfschrauben werden spiralförmig angezogen; die unten beschriebene Methode bezieht sich nacheinander auf die Schrauben 1-2; dann 3-4, 5-6, 7-8 und 9-10.
- Die Schrauben 1-2 komplett lösen.
- Die Schrauben 1-2 mit 2 daNm und dann einem
Winkel von 200° anziehen.
- Die gleichen Arbeiten an den Schrauben 3-4, 5-
6, 7-8 und 9-10 durchführen.“
Ich bin aber nach der Anleitung auf der Verpackung von Ajusa gegangen. Da fehlt die Stabilisierungszeit, das zweite Mal anziehen mit 2daNM (20 NM) erfolgt erst zuletzt, und VOR ALLEM soll man nur mit 180 Grad anziehen.
Ich tue mich noch schwer zu glauben, dass 20 Grad Schraubendrehung über Gedeih und Verderb entschieden haben wollen, aber da ist der einzige Fehler bis jetzt. Der morgige Tag wir es zeigen.

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Zylinderkopfdichtung Wechsel erfolglos D7F

Kangoo-Center -TML, 06618 Leislau, (vor 22 Stunden, 48 Minuten) @ Nosedive

Laut Reno Anleitung 20 NM , das nochmal prüfen , also eine zweite Runde 20 NM und dann 230 Grad , fertig . Wenn mir das beim anziehen zu weich vor kommt , ziehe ich weiter bis mein Gefühl sagt das es passt . Hab da noch nie Probleme mit gehabt . Schrauben und Reibfläche dabei nicht einölen .

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Wer Rechtschreibfehler findet darf die gerne behalten !!! Insbesondere " abgesetzte " Punkte . .
Meine Beiträge können durchaus mit Ironie bestückt sein, also nicht alles auf die Goldwaage legen .

Zylinderkopfdichtung Wechsel erfolglos D7F

Horst, (vor 21 Stunden, 7 Minuten) @ Nosedive

Wollte nicht warten auf längeren Tester, habe Ansaugtrakt entfernt und Kompressionstesterschlauch mit Müh’ und Spitzzange reingedreht. Druck ist mit 12,8 bis 13,3 bar recht hoch bei einem kleinen Motor mit 230.000km Laufleistung. Könnte deuten auf falsche, zu dünne Dichtung, habe aber im Angebot für die Dichtung geschaut, sie sollte 2 „Bohrungen“, bzw. Nuten oder Einschnitte haben, wie auch die Alte.
Was allerdings anders ist, haha! sind die Beschreibungen für die Schritte beim Anziehen.
Im Werkstatthandbuch steht
„Alle Schrauben mit 2 daNm und dann einem Winkel von 90° in unten angegebener Reihenfolge
anziehen.
3 Minuten lang warten (Stabilisierungszeit)
Anziehen:
- Die Zylinderkopfschrauben werden spiralförmig angezogen; die unten beschriebene Methode bezieht sich nacheinander auf die Schrauben 1-2; dann 3-4, 5-6, 7-8 und 9-10.
- Die Schrauben 1-2 komplett lösen.
- Die Schrauben 1-2 mit 2 daNm und dann einem
Winkel von 200° anziehen.
- Die gleichen Arbeiten an den Schrauben 3-4, 5-
6, 7-8 und 9-10 durchführen.“
Ich bin aber nach der Anleitung auf der Verpackung von Ajusa gegangen. Da fehlt die Stabilisierungszeit, das zweite Mal anziehen mit 2daNM (20 NM) erfolgt erst zuletzt, und VOR ALLEM soll man nur mit 180 Grad anziehen.
Ich tue mich noch schwer zu glauben, dass 20 Grad Schraubendrehung über Gedeih und Verderb entschieden haben wollen, aber da ist der einzige Fehler bis jetzt. Der morgige Tag wir es zeigen.

Das wichtigste ist dabei wirklich immer nur zwei Schrauben lösen und diese wieder vollständig anzuziehen.
Also nicht etwa wieder alle Schrauben gemeinsam lösen. Dann bringt der neue Durchlauf rein gar nichts.

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