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Führerschein ab 17 (Plauderei)

tidi, (vor 5939 Tagen) @ VEC-LOTHAR

Hallo Lothar!

...ist dann ein Mensch, der sich "sportliche Schuhe" zulegt, ein anderer Mensch, als der, der sich braune, glänzende Schuhe kauft?

Auch hier die Unterscheidung: Es gibt Sportschuhe, aber sportlich muss der Träger sein - Turnschuhe machen noch keinen Turner :-)
Zumindest muss man die eigenen Beine bewegen, um vorwärts zu kommen.
Ein Kraftfahrzeug erweitert unser passives Bewegungspotenzial enorm, ohne dass es Einfluss auf unsere Physis hätte (außer bei der Kaltverformung).

Muss denn ein Mensch, der "sportliche Autos" bevorzugt denn auch gleichzeitig rücksichtslos im Straßenverkehr sein?

Habe ich das irgendwo geschrieben?


Bei deinen Aussagen findet eine Pauschalisierung statt, die in diesem Thread ganz deutlich bei Vielen hervortritt.

Bitte konkret ("mir ist jemand... als einer, der" ist keine Pauschalisierung, sondern meine subjektive Meinung zu zwei konkreten Fällen).
Über Motorräder und speziell über Ronkos Fahrverhalten habe ich nichts geschrieben.

Verantwortung im Straßenverkehr bekommt man nicht durch tragische Unfälle...wer sich dem vorher noch nicht bewusst war, hat den Führerschein nicht verdient.

Lothar, wir können uns vieler Dinge nicht bewusst sein, ohne sie selbst erfahren zu haben.

Wenn Du jetzt immer noch ein Fragezeichen im Kopf hast, dann erzähl mal, ob Du wirklich wusstest, was es bedeutet, Vater zu sein, als Du Dein erstes Mal erlebtest.

Fahrer unter 25 gelten als Risikogruppe, weil deren Erfahrungen im Straßenverkehr nicht hoch genug sind. Wenn es so wäre, wie du hier vermutest, würde es mit ziemlicher Sicherheit den Führerschein mit 17 nicht geben.

Die mangelnden Erfahrungswerte sind nur eine Teilkomponente. In der Sturm und Drang Zeit sind auch Risikobereitschaft, Beeinflussbarkeit und Emotionalität entscheidende Faktoren.

Lothar, der Führerschein ab 17 soll den Gefährdungstendenzen der Risikogruppe entgegenwirken, weshalb ein die Fahrerlaubnis an die Begleitung durch fahrerprobte Erwachsene zwingend gekoppelt ist.
Es gibt ihn also nicht trotz des, sondern wegen des Risikos.
In Begleitung meiner Eltern wäre ich als Fahranfänger auch oft anders gefahren, als ich es in der Realität (glücklicherweise unfallfrei) getan habe.

Die Effekte des begleiteten Fahrens sind durchweg positiv, aber als Risikogruppe <25 Jahre sind statistisch gesehen diejenigen ohne Führerschein ab 17 gemeint.

Ich finde es schade, dass Du es nötig zu haben scheinst, meine Aussagen ins lächerliche zu ziehen, aber vielleicht konnte ich meinen Standpunkt nicht für alle verständlich darlegen. Es allen Recht machen wollte ich sowieso nicht ;-)

Gruß

Tim


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