Das Gefühl: Hier will mich jemand abzocken! Teil II (Plauderei)
Hier Teil II
Am Abend des gleichen Tages wurde mir der Schaden fernmündlich mitgeteilt. Es sei wohl der Vorkat und der Hauptkat zu, weshalb das AGR-Ventil zerstört wurde, die Reparatur würde inkl. Steuern rund 1.800,00 Euro kosten. Da habe ich natürlich geschluckt und genauer nachgefragt. Im Gespräch stellt sich heraus, das die Ersatzteile 1.200,00 Euro kosten sollen und das rund zwei Stunden Arbeitszeit abzurechnen wären. Da habe ich natürlich nochmal gestutzt und gefragt was die Stundenkosten sind. Da Endpreis und Zwischensummen in keiner Form zusammen passten, bat ich den Mann, bis zum morgigen Samstag zu warten, ich wolle vorbei kommen und persönlich mit ihm reden. Es war erkennbar, das der Mann mit jeder Nachfrage ungehaltener wurde. Besonders sauer reagierte er, als ich die aufgemachte Rechnung zerlegte und ihm am Telefon vorrechnet, das sein Endpreis irgendwie nicht stimmen kann. Als ich dann am folgenden Morgen erklärte, das die Reparatur derzeit meine finanziellen Möglichkeiten übersteigt und ich deshalb das Fahrzeug in eigener Regie wieder auf mein Grundstück zurück schleppen würde, wurde es richtig ungemütlich.
Ich bat darum, mir die bisher entstandenen Kosten ab zu rechnen, da hieß es, dazu sei jetzt keine Zeit. Ich solle Montag nochmal kommen. Das ich einen Nachbar um Fahrdienst fragen musste, da der Mann ja mein einziges Fahrzeug hatte, interessiert nicht. Erst auf nachdrückliches Insistieren wurde mir die Rechnung gelegt. Obwohl angefordert, habe ich die Altteile nicht erhalten, denn die alten Glühkerzen, die bei meinem Eintreffen noch im Motorraum lagen, sahen mir nicht defekt aus, abgesehen davon ist es eher sehr unwahrscheinlich, das alle vier Kerzen zur gleichen Zeit durch brennen. Und wenn schon das Auslesen des Fehlerberichtes berechnet wird, dann sollte es möglich sein, nur wirklich defekte Teile zu tauschen. Einen Fehlerbericht in schriftlicher Form habe ich nicht erhalten.
Als ich nach bar bezahlter Rechnung den Schlüssel haben wollte, wurde der mir verweigert, mit der Ansage, die ausgebauten Teile lägen noch in der Werkstatt herum, es sei keine Zeit die jetzt zusammen zu stellen, das könne er erst heute am Mittag machen. Ich hätte doch sicher einen zweiten Schlüssel, mit dem könne ich den Wagen ja am Sonntag dann abholen. Den Schlüssel könne ich dann Montag gesondert abholen, da Sonntag natürlich keiner da sei.
Nach diesem Ärger habe ich den Wagen in einer freien Meisterwerkstatt untersuchen lassen. Alle Kerzen zu tauschen war sicher nicht nötig. Weder der Vorkat noch der Hauptkat waren zu oder sonst wie defekt, lediglich das AGR-Ventil war defekt und musste getauscht werden. Reparaturkosten keine 200 Euro. Der Wagen läuft wieder, einwandfrei. Wenn das, was ich hier erlebt habe, der Top-Service meines Renault-Partners ist, dann möchte ich nicht erleben, was los ist, wenn man richtig abgekocht wird.
Für mein Dafürhalten wurde hier ein gewerblicher Betrug versucht. Klar ist, das bei einem derartigen Schaden zuerst mal die Abgasrückführung instand zu setzen ist, bevor man überhaupt sagen kann, das und ob einer der Katalysatoren defekt ist. Wie Sie der anliegenden Rechnung entnehmen können, wurden die geleisteten Arbeiten mehr als großzügig abgerechnet, kein Fehlerbericht ausgehändigt und keine Altteile zurück gegeben, was ich allerdings auch nicht getan hätte, wenn der Kunde nicht bemerken soll, was wirklich los ist.
Bis zum dem Fehler: Abgasrückführungsventil, sprang der Motor auch im dicksten Winter bis einen Tag vorher einwandfrei an, da können unmöglich alle vier Glühkerzen defekt sein. Es wäre schön, wenn Sie eine Möglichkeit finden, mich im Rahmen Ihrer Kulanz zumindest teilweise für die unnötigen Kosten und den Ärger mit Ihrem Renault-Partner zu entschädigen oder aber zumindest dafür Sorgen, das so etwas nicht wieder vorkommt. Zumal nach Rückfrage im Ort, wir kennen sehr viel Geschäfts- und Privatleute hier, der Händler augenscheinlich keinen guten Ruf genießt, hätte ich das doch nur vorher geprüft, statt mich auf den Top-Renault-Service zu verlassen.
Soweit mein Brief.
Zum Thema Kulanz wurde mir erklärt, das der Wagen mit 8 Jahren nicht mehr im Kulanzrahmen läge und deshalb eine übernehame der Rep.-Kosten nicht möglich sei. Augenscheinlich hat der zuständige Freundliche bei Renault Deutschland meinen Brief nicht richtig gelesen, denn ich hatte nicht um übernahme der Rep-Kosten gebeten sondern um Entschädigung für die Abzocke des Renault-Partners vor Ort.
Was haltet Ihr davon, bin ich zu sensibel oder lag ich richtig mit meiner Einschätzung, hier will mich jemand abkassieren?
Vorab schon mal Danke für Eure Meinungen.
Gruß
Fasteddy
Hilfe und Infos
]